Seit Herbst 2006 steht in Deutschland die HPV-Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs zur Verfügung. Seit dem 1. Juli 2007 wird sie bei Mädchen von 12 bis 17 Jahren von den Krankenkassen bezahlt.
Bist du bereits geimpft? Wie hast du von der HPV-Impfung erfahren? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Deine Meinung ist gefragt!
Schick uns deinen Erfahrungsbericht per E-Mail an erfahrungsberichte@maedchen-checken-das.de.
Sehr geehrte Damen und Herren,
in ihrer Fotostory über die HPV Impfung werden keine Nebenwirkungen erwähnt. Ich finde dies sehr verantwortungslos. Meine Enkelin ist seit der Impfung an einer Polyneuritis erkrankt, es ist noch nicht abzusehen ob sie jemals ganz gesund wird. Wie man mittlerweile weiß ist das kein Einzelfall. Schauen sie doch mal bei Monitor.de nach.
Mit freundlichen Grüßen eine besorgte Oma
Hannelore S.
Sehr geehrte Frau S.,
vielen Dank für Ihre E-Mail, die an den Krebsinformationsdienst KID des Deutschen Krebsforschungszentrums weitergeleitet wurde. Aufgabe des KID ist es, über alle krebsbezogenen Themen nach der besten verfügbaren Evidenz (Beweis-gestützte Sachlage), sachlich und unabhängig zu informieren.
Sie schreiben, dass Ihre Enkelin nach der HPV-Impfung an einer Polyneuritis erkrankt ist. Aus diesen Gründen halten Sie es für verantwortungslos, dass in der Fotostory zur Impfung nicht auf Nebenwirkungen eingegangen wird.
Es ist uns bewusst, dass durch die derzeitige Medienberichterstattung zur HPV-Impfung Zweifel und Ängste in Bezug auf die Sicherheit der Impfstoffe aufkommen können.
Gerne geben wir Ihnen deshalb uns bekannte Hintergrundinformationen, die auf den offiziellen Stellungnahmen des Paul-Ehrlich-Instituts (http://www.pei.de/), also der deutschen Bundesbehörde für Sera und Impfstoffe, der Europäischen Arzneimittelagentur EMEA und dem amerikanischen "Center for Disease Control and Prevention" (CDC), das in den USA die Sicherheit von Impfstoffen überwacht, basieren.
In der Sendung Monitor vom 21.02.2008 wurde von Muskellähmungen nach der HPV-Impfung berichtet. In den Fachinformationen der beiden HPV-Impfstoffe, sind alle Nebenwirkungen der Impfung aufgeführt, die bislang bei geimpften Personen registriert wurden. Polyneuritis, eine entzündliche Erkrankung der peripheren Nerven, die zu Muskellähmungen führen kann und die in der Sendung Monitor als mögliche Impfnebenwirkung genannt wurde, sind hier nicht aufgeführt.
Der Zusammenhang zwischen der HPV-Impfung und einer chronischen Polyneuritis, dem sogenannten Guillain-Barré-Syndrom (GBS), wurde bereits letzten Sommer in den USA vom "Center for Disease Control and Prevention (CDC)" untersucht. Das CDC überwacht die Sicherheit von Impfstoffen in den USA, ähnlich wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Deutschland. In etwa 13 Fällen wurde nach der HPV-Impfung ein Guillain-Barré-Syndrom (GBS) gemeldet. Verkauft wurden bis zu diesem Zeitpunkt in den USA etwa 7 Millionen Impfdosen. Von den 13 gemeldeten GBS-Fällen konnte nach Angaben des CDC aber in nur zwei Fällen tatsächlich ein GBS diagnostiziert werden. In sechs Fällen wurde parallel zur HPV-Impfung auch ein Impfstoff gegen Meningokokken und Meningitis verabreicht, wobei ein Zusammenhang des GBS mit Letzterem nicht ausgeschlossen wird.
Die Stellungnahme des CDC zur HPV-Impfung und der Polyneuritis finden Sie in englischer Sprache unter http://www.cdc.gov/vaccines/vpd-vac/hpv/downloads/hpv-gardasil-gbs.pdf.
Schätzungen zufolge, tritt GBS bei etwa 1 bis 2 von 100.000 Personen pro Jahr auf. Als mögliche Ursache gelten Virusinfektionen, seltener auch Operationen oder Impfungen.
Der derzeitige Sachverhalt ändert nichts an der bisherigen Einschätzung der Nebenwirkungen der HPV-Impfung von offizieller Seite. Nach Meinung der europäischen Arzneimittelkommission (EMEA) überwiegt der Nutzen von Gardasil® weiterhin die Risiken. Es gelten daher weiterhin die in der Fachinformation (Produktinformation für Ärzte) aufgeführten Informationen. Die Impfung gilt nach wie vor als sehr sicher und nebenwirkungsarm.
Die Stellungnahme des Paul-Ehrlich-Instituts zu verschiedenen Bedenken, die zu den klinischen Studien und zur Zulassung der HPV-Impfstoffe geäußert wurden finden Sie auf den Internetseiten des Instituts unter http://www.pei.de/cln_047/nn_992504/DE/infos/fachkreise/impf-fach/hpv/studien.html.
Wir können Ihnen versichern, dass der Krebsinformationsdienst das Thema HPV-Impfung mit großem Verantwortungsbewusstsein behandelt und fest im Blick hat. Auch können wir gut nachvollziehen, dass die derzeitige Medienberichterstattung zur HPV-Impfung und den Nebenwirkungen Zweifel und Ängste in Bezug auf die Sicherheit der Impfstoffe aufkommen lässt. Solange aber kein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Impfung und den schwerwiegenden Nebenwirkungen erwiesen ist, sehen wir uns nicht dazu veranlasst, unsere Informationen im Internet zu ändern. Sollte sich die Datenlage ändern, würden wir selbstverständlich umgehend reagieren.
Auch wenn Sie unsere Internettexte zur HPV-Impfung und zur Infektion mit HPV allgemein vielleicht schon kennen, möchten wir Sie nochmals gezielt darauf hinweisen:
Zur HPV-Impfung: http://www.krebsinformationsdienst.de/themen/vorbeugung/hpv-impfung.php
Zur Infektion mit humanen Papillomviren:
http://www.krebsinformationsdienst.de/themen/risiken/hpv.php
Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Hinweisen weiterhelfen konnten.
Der Krebsinformationsdienst (KID) und die Deutsche Krebshilfe
hallo, ich habe die impfung bereits hinter mir. meine eltern haben mir davon erzählt. ich hasse spritzen, aber es hat sich hoffentlich gelohnt - es geht ja schnell! meine freundin will schon aber ihre angst vor spritzen überwiegt im moment. da wir das thema sehr interessant finden, halten wir unsere MSA-prüfung mit dem thema: gebärmutterhalskrebsimpfung - eine chance für junge frauen? wenn diese gut wird werden wir sie vielleicht in anderen klassen präsentieren.vielleicht könnt ihr uns ja helfen, sodass die präsentation gut genug wird und wir das an unsere mitschüler vermitteln können.
liebe grüße franzi & niki
Hallo!
Als ich auf eurer Seite gelandet bin war ich erstmal total begeistert davon, ich finde es richtig, das man uns, den Mädchen, somit die Augen öffnet wie gefährlich Gebärmutterhalskrebs ist und das es wichtig ist, sich impfen zu lassen ! Ich habe schon 2 Impfungen weg ...
Anfangs hatte ich ein wenig angst, da ich über die Impfung viele Horrorgeschichten hörte, aber es war kein bisschen schlimm, man merkt es kaum und am nächsten Tag gab es auch fast keine Schmerzen! Schließlich lasse ich mich lieber gegen Krebs impfen, anstatt ich vielleicht in ein paar Jahren Krebs habe und somit mein Leben schneller vorbei wäre, als erwartet!
Also Mädels lasst euch impfen! Es geht schließlich um euere Zukunft ...
Mfg
Christin
Hallo, hier meine Erfahrung mit dem Impfstoff Gardasil gegen Gebärmutterhalskrebs:
Meine Tochter bekam am 6.12.2007 die erste Impfung, noch am selben Tag klagte Sie über sehr starke schmerzen an der Impfstelle diese war sehr stark geschwollen und gerötet.
Nach zwei Tagen klagte Sie über Unwohlsein und Schwindelanfälle, diesen schenkten wir noch keine Bedeutung aber nach der zweiten Impfung am 3.1.2008 wurde uns klar das wir dieses doch tun mussten denn ab diesem Tag ging geht es unserer Tochter immer schlechter. Nach dem aufsuchen von vielen Spezialisten alles ohne Ergebnis.
Mussten wir unser Kind in die Klinik bringen und dort stellte man eine komplette Nervenentzündung bei Ihr fest, man nimmt an das diese eine folge der Impfung ist denn unser Kind war bis zum Tag der Impfung kerngesund und ein lebenslustiges 16-jähriges Mädchen.
Aber das was wir jetzt zuhause haben ist ein krankes Kind das in Ihrem Lebensumfeld bedingt durch die Begleiterscheinungen nicht mehr das Kind ist das wir kennen!!!!!!!!
Krankheitsbild: Schwindelanfälle, Hitzewallungen, Gefühlstörungen am ganzen Körper, starke Gewichtsabnahmen, Kopfschmerzen.
Aber Sie sagen ja in Ihrer Fotostory "es ist ja nur ein kleiner Piks"
Mit freundlichen Grüßen
G. B.
Sehr geehrte Frau B.,
vielen Dank für Ihre E-Mail. Sie schreiben, dass Ihre Tochter im zeitlichen Zusammenhang mit der HPV-Impfung an einer Nervenentzündung erkrankt ist. Wir können nachvollziehen, dass durch die derzeitige Medienberichterstattung zur HPV-Impfung Zweifel und Ängste in Bezug auf die Sicherheit der Impfstoffe aufkommen.
Gerne geben wir Ihnen deshalb uns bekannte Hintergrundinformationen, die auf den offiziellen Stellungnahmen des Paul-Ehrlich-Instituts (http://www.pei.de/), der deutschen Bundesbehörde für Sera und Impfstoffe, der Europäischen Arzneimittelagentur EMEA und dem amerikanischen "Center for Disease Control and Prevention" (CDC), das in den USA die Sicherheit von Impfstoffen überwacht, basieren.
In den Fachinformationen der beiden derzeit verfügbaren HPV-Impfstoffe sind alle Nebenwirkungen der Impfung aufgeführt, die bislang bei geimpften Personen registriert wurden. Eine entzündliche Erkrankung der peripheren Nerven (fachsprachlich Polyneuritis) - worum es sich bei Ihrer Tochter möglicherweise handelt - ist hier bislang nicht aufgeführt.
Der Zusammenhang zwischen der HPV-Impfung und einer chronischen Polyneuritis, dem sogenannten Guillain-Barré-Syndrom (GBS), wurde bereits letzten Sommer in den USA vom „Center for Disease Control and Prevention (CDC)“untersucht. Das CDC überwacht die Sicherheit von Impfstoffen in den USA, ähnlich wie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Deutschland. In etwa 13 Fällen wurde nach der HPV-Impfung ein Guillain-Barré-Syndrom (GBS) gemeldet. Verkauft wurden bis zu diesem Zeitpunkt in den USA etwa 7 Millionen Impfdosen. Von den 13 GBS Fällen konnte nach Angaben des CDC aber in nur zwei Fällen tatsächlich ein GBS diagnostiziert werden. In sechs Fällen wurde parallel zur HPV-Impfung auch ein Impfstoff gegen Meningokokken und Meningitis verabreicht, wobei ein Zusammenhang des GBS mit Letzterem nicht ausgeschlossen wird.
Die Stellungnahme des CDC zur HPV-Impfung und der Polyneuritis finden Sie in englischer Sprache unter http://www.cdc.gov/vaccines/vpd-vac/hpv/downloads/hpv-gardasil-gbs.pdf.
Schätzungen zufolge, tritt GBS bei etwa 1-2 von 100.000 Personen pro Jahr auf. Als mögliche Ursache gelten Virusinfektionen, seltener auch Operationen. Sehr selten kann ein GBS auch nach Impfungen auftreten, wobei ein Zusammenhang mit der HPV-Impfung bislang nicht geklärt ist.
Erstmals auffällig wurde eine Häufung der entzündlichen Nervenerkrankung GBS nach Grippeimpfungen gegen die so genannte Schweine-Influenza 1976. Ein Zusammenhang zwischen modernen Grippeimpfstoffe - bei denen andere Influenzaviren zur Herstellung verwendet wurden – und einer Polyneuritis konnte nicht eindeutig nachgewiesen werden. Neuere Studien gehen davon aus, dass das Risiko – wenn überhaupt - um etwa einen Fall pro eine Million Impfungen erhöht ist (Quelle: Epidemiologisches Bulletin des Robert Koch-Institus vom 22. Juni 2007/ Nr. 25, im Internet unter http://www.rki.de)
In den Fachinformationen der in Deutschland zugelassenen Influenzaimpfstoffe ist das GBS daher unter den Nebenwirkungen auch aufgeführt. Das PEI hat nun nach etwas mehr als 2 Millionen Impfungen von Gardasil zwei Meldungen eines GBS erhalten (eine davon eines Miller-Fischer-Syndroms, einer besondere Form des GBS).
Ob das GBS als Nebenwirkung in die Fachinformation von Gardasil aufgenommen wird, bleibt abzuwarten. Für Cervarix gab es in Bezug auf GBS keine Meldungen. Alle bislang gemeldeten Verdachtsfälle auf Impfkomplikationen nach der HPV-Impfung sind auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts in einer Datenbank aufgelistet, unter http://www.pei.de/, Rubrik „Patienten und Verbraucher“, Stichwort „Informationen zu Impfstoffen und Impfungen“ und weiter zu „Datenbank Verdachtsfälle von Impfkomplikationen“.
Der derzeitige Sachverhalt ändert nichts an der bisherigen Einschätzung der Nebenwirkungen der HPV-Impfung von offizieller Seite. Nach Meinung der europäischen Arzneimittelkommission (EMEA) überwiegt der Nutzen von Gardasil weiterhin die Risiken. Es gelten daher weiterhin die in der Fachinformation (Produktinformation für Ärzte) aufgeführten Informationen. Die Impfung gilt nach wie vor als sehr sicher und nebenwirkungsarm.
Die Stellungnahme des Paul-Ehrlich-Instituts zu verschiedenen Bedenken, die zu den klinischen Studien und zur Zulassung der HPV-Impfstoffe geäußert wurden finden Sie auf den Internetseiten des Instituts unter http://www.pei.de/cln_047/nn_992504/DE/infos/fachkreise/impf-fach/hpv/studien.html.
Wir können Ihnen versichern, dass wir das Thema HPV-Impfung mit großem Verantwortungsbewusstsein behandelt und fest im Blick haben. Selbstverständlich können wir Ihre Ängste und Sorgen um Ihre Tochter gut nachvollziehen. Wir werden den Text der Fotostory entsprechend ändern. Die häufigsten beobachteten Nebenwirkungen der Impfung führen wir bereits auf unserer Internetseite unter HPV-Impfung > Häufige Fragen auf. Solange aber kein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Impfung und den schwerwiegenden Nebenwirkungen erwiesen ist, sehen wir uns nicht dazu veranlasst, unsere Informationen im Internet grundlegend zu ändern. Sollte sich die Datenlage ändern, würden wir selbstverständlich umgehend reagieren.
Für weitere Fachinformationen können Sie sich gerne an den Krebsinformationsdienst (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums wenden (http://www.krebsinformationsdienst.de/), mit dem zusammen wir die Initiative "Mädchen checken das" erarbeitet haben. In dieser Initiative geht es vorrangig um eine gesunde Lebensweise, zu der insbesondere Nichtrauchen, Sonnenschutz, ausgewogene Ernährung und Sport gehören.
Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Hinweisen weiterhelfen konnten.
Der Krebsinformationsdienst (KID) und die Deutsche Krebshilfe
Wenn du noch weitere Fragen hast: Der Informations- und Beratungsdienst der Deutschen Krebshilfe unter 0228 / 72990-95 und der Krebsinformationsdienst unter 0800 / 4203040 (kostenlos aus dem deutschen Festnetz) informieren dich gerne.
Deutsche Krebshilfe e. V.
Informations- und Beratungsdienst
Buschstr. 32, 53113 Bonn
Telefon: 0228 / 72990-95
(Mo-Fr von 8-17 Uhr)
E-Mail: beratungsdienst@krebshilfe.de
Internet: www.krebshilfe.de

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